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"Strubbelgrummeldonnerkeil!"

Zweimal war der Gemeindesaal voll bis auf den letzten Platz, am Samstag und noch mehr am Sonntag, 7. und 8. November. Alle rund 120 Stühle waren besetzt, vor der Bühne hockten zusätzlich an die 50 Kinder, an den Wänden entlang standen und von der Empore schauten noch etliche Dutzend Leute.

Und es lohnte sich. Was die Theatergruppe der Johanniskita „Schneebbelletheater“ zeigte, war einfach märchenhaft.

Da war ein grauslicher Waldschrat, bei dessen Auftreten einige der Kleinsten vor Schreck sogar zu weinen anfingen. Der wollte doch wirklich alle Märchen vernichten! Aber Greta und Henry machten sich im Zauberwald auf die Suche nach den verlorenen Seiten des Märchenbuchs. Und mit Hilfe der guten Waldfee Letizia konnten sie Seite um Seite wieder finden und dabei viele verwirrte Märchen wieder in Ordnung bringen: So kam der Froschkönig an die richtige Prinzessin, Schneewittchen zu den Zwergen und die Hexe in ihr Knusperhäuschen. Zum guten Schluss wurde auch noch der Waldschrat als Rumpelstilzchen enttarnt und verlor so seine böse Zauberkraft.

Da hatte der Spatzen- und Kinderchor doch richtig gesungen: „Ja, wirlieben Märchen, denn das weiß jedes Kind: Märchen gehen gut aus, weil das Gute stets gewinnt“.

Es war ein wundervolles Spiel, ein Spiel voller Wunder. Bewundernswert war das Bühnenbild, verblüffend die technischen Effekte, mitreißend der Märchen-Rap, vor allem die Darsteller in ihren tollen Kostümen, ob Frosch oder Hexe, Prinz oder Wolf. Und das Stück hatte die Theatergruppe selbst verfasst! Pfarrer Weber nannte ihre Namen am Schluss alle, unter gewaltigem Applaus. Es war großartig!

Freuen wir uns auf die Wiederholung der Aufführung am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Januar 2016. Da können Sie selbst sehen und erleben, wer da was so toll auf die Bühne gestellt hat. Übrigens: Der Eintritt war frei, es wurde um eine Spende gebeten. Das Ergebnis beider Tage aus Spenden und von der Kuchentheke, das dem Johannis-Kindergarten und der Renovierung der Johanniskirche zugute kommt: rund 2.500 Euro.

Wiederholung der Aufführung am Samstag, 23. und Sonntag, 24. Januar 2016

Text: V. Amend
Fotos: M. Kemmann